Christians Gespür für den Schnee: Mit Pistenbully-Fahrern unterwegs am Hochzeiger

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Christians Gespür für den Schnee: Mit Pistenbully-Fahrern unterwegs am Hochzeiger

Das Pitztaler Wintersportgebiet oberhalb von Jerzens punktet mit perfekten Sonnenhängen und gilt als besonders familienfreundlich. Auch abseits der Pisten Sie wiegen zwölf Tonnen, sind viereinhalb Meter breit, haben 500 PS – und schwärmen aus, wenn der Tag geht. Sechs martialische Mainzelmännchen sorgen im Pitztaler Wintersportgebiet Hochzeiger dafür, dass die Gäste am nächsten Morgen echte Traumpisten vorfinden. Was dahinter steckt und wo die wirklichen Herausforderungen liegen? Wer’s wissen will, kommt einfach mit. An drei Abenden die Woche können Urlauber im Führerhaus direkt neben dem Pistenbully-Fahrer einchecken und live dabei sein, wenn das Abenteuer Berg beginnt. Erwachsene zahlen 40 Euro, Kinder 20 Euro für die besondere Mitfahrgelegenheit (Dauer: ca. 40 Minuten). „Wir bieten den Blick hinter die Kulissen“, erklärt Hansjörg Wohlfarter, der Geschäftsführer der Hochzeiger Bergbahnen. Nachdem er schon seit Jahren in Technikführungen die Geheimnisse der Schneeproduktion offenbart, folgt er seit dem vergangenem Winter auch mit diesem Angebot dem Wunsch vieler Stammgäste, die einfach mehr wissen wollen. Und jetzt kommt Pistenchef Christian Kirchebner ins Spiel – für den eigentlich alles nur Alltag ist. Und der sich darüber wundert, dass es Pärchen gibt, die eine Pistenbully-Fahrt zum Heiratsantrag nutzen. „Aber im Prinzip zeigt das ja nur, wie schön wir es hier haben und wie besonders unsere Welt ist“, sagt er, bevor er durchstartet und wieder bei seinem Lieblingsthema ist: dem Schnee im Allgemeinen und im Besonderen.

Pitztal Skifahren

Skifahren im Pitztal (c) TVB Pitztal

Denn Schnee ist nicht gleich Schnee, sondern eine Wissenschaft für sich. Auch wer wegen des Motorengeräuschs im Pistenbully mal nicht alles versteht, weiß anschließend, dass Schattenflächen leicht zu präparieren sind, dass es aber die sonnige Südwestlage in sich hat: „Man muss den Schnee kurz austrocknen lassen, dann aber schnell beginnen, sonst bilden sich Eisknollen“, erklärt er und führt aus, das ohnehin alles schon im November beginnt, wenn der erste Schnee fällt und man für ein ordentliches Fundament sorgen muss. „Nicht planieren, nur mit der Kette drüber, damit die Luft ausdämpfen kann. Sonst bildet sich Schwimmschnee, der nicht bindet – und das ist fatal“, beschreibt er den Super-Gau. Christian Kirchebner und seine Mitarbeiter lernen in jedem Winter wieder neu dazu. Dabei sind sie längst geschätzte Experten, bei denen neben dem österreichischen Ski-Nationalteam auch Mannschaften anderer Länder zwischen den einzelnen Weltcuprennen trainieren, weil sie die  Kompetenz ebenso wie die Flexibilität am Hochzeiger schätzen. Allen voran Skistar Benni Raich, der mit seiner Frau Marlies Schild im Pitztal lebt. Sie hat sich soeben aus dem Rennzirkus verabschiedet, ist aber weiter aktiv. Wenn beide Zeit haben, sind sie gern auf der Stalderhütte. Der Panoramablick von der Kaunergratgruppe bis hinüber zum Arlberg ist einzigartig – ebenso wie der Kaiserschmarrn. Die Stalderhütte liegt mitten im Skigebiet und bietet sogar Übernachtungsmöglichkeiten in feinen Zirbenzimmern. Ob man sich für eine der Hütten entscheidet oder sich im Hotel am Pistenrand einquartiert: Das Auto braucht am Hochzeiger niemand. Daher ist das Skigebiet besonders bei Familien beliebt, die verschiedene Interessen unter einen Hut bekommen möchten. Während die 40 abwechslungsreichen Pistenkilometer von sanft und breit bis richtig steil – wie am legendären „Zirbenfall“ mit 80 Prozent Gefälle – alles zu bieten haben, ist auch das Angebot der Schneesportschule Hochzeiger-Pitztal bestens abgestimmt. Skikurse für Kinder ab drei und für Kinder ab fünf Jahren, Erwachsenenskikurse auf sechs unterschiedlichen Niveaus vom Einsteiger bis zur Meisterstufe oder auch der Privatskilehrer für die ganze Familie. Und natürlich die Snowboardkurse in diversen Varianten. „Unser Angebot ist so vielfältig wie es die Bedürfnisse der Gäste sind“, sagt Rainer Schultes, der Chef der Schneesportschule. Apropos: Fixe Termine für geführte Skitouren (Einsteiger) gibt’s einmal wöchentlich, Schneeschuhwanderungen gleich vier Mal. Wer mag, kann sich zwischendurch in den Umgang mit Snowblades und Snowbikes einführen lassen oder es mal mit Telemark versuchen.

Die Pistenbully-Fahrt mit Christian Kirchebner übrigens endet an der Mittelstation. Vielleicht noch auf einer Hütte einkehren, bevor es mit dem Schlitten oder auf Skiern zurück ins Tal geht?
Das Abenteuer Berg dann am nächsten Morgen wieder.

Video Hochzeiger Ski

Bilder Hochzeiger Ski

 

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Hochzeiger Ski im Pitztal gilt als eines der schönsten und wildesten Seitentäler der Ostalpen. Es liegt zwischen Ötztal und Kaunertal und besticht durch familiäre Atmosphäre ebenso wie
durch die Abgeschiedenheit seiner Bergwelt. Wer mag, erkundet die intakte Natur zu Füßen des höchsten Tiroler Gletschers (3440 m) auf eigene Faust oder schließt sich geführten Wanderungen an, die den ganzen Sommer über angeboten werden. Bei zahlreichen Festen sind Kultur und Brauchtum hautnah spürbar. In den vier Gemeinden Arzl, Wenns, Jerzens und St. Leonhard leben insgesamt 7400 Einwohner.

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